Lexikon
Wichtige Begriffe rund um die Zahnbehandlung unter Vollnarkose – kurz und verständlich erläutert.
Von A bis Z
Ein Gerät, das Speichel, Wasser und Sekrete während der Behandlung entfernt. Unter Narkose schützt es zusätzlich die Atemwege.
Das Verbindungsstück zwischen Implantat und Zahnersatz. Es trägt später die Krone, Brücke oder Prothese.
Die Bündelung mehrerer notwendiger Behandlungsschritte in einer einzigen Sitzung unter Vollnarkose – das spart Termine und Belastung.
Ein Behandlungskonzept, bei dem ein kompletter zahnloser Kiefer auf nur vier Implantaten mit festsitzendem Zahnersatz versorgt wird.
Der medizinische Fachbegriff für die Vollnarkose. Schmerzempfinden und Bewusstsein werden vollständig ausgeschaltet, während das Anästhesieteam alle Körperfunktionen überwacht.
Eine Vollnarkose ohne Krankenhausaufenthalt: Sie kommen am Behandlungstag in die Praxis und können nach der Überwachungsphase in Begleitung wieder nach Hause.
Ein medikamentös herbeigeführter Entspannungszustand zwischen Wachsein und Schlaf. Sie bekommen von der Behandlung kaum etwas mit, atmen aber selbstständig weiter.
Die Erhebung Ihrer Krankengeschichte: Vorerkrankungen, Medikamente und Allergien. Sie ist Grundlage jeder Behandlungs- und Narkoseplanung.
Die für die Narkose verantwortlichen Fachleute, die Vorbereitung, Durchführung und Überwachung übernehmen – getrennt vom zahnärztlichen Team.
Ein Facharzt für Anästhesiologie. Er führt die Narkose durch, überwacht Ihre Vitalfunktionen während des gesamten Eingriffs und betreut Sie beim Aufwachen.
Ein Medikament, das Schmerzempfinden und je nach Verfahren auch das Bewusstsein ausschaltet. Auswahl und Dosierung legt das Anästhesieteam individuell fest.
Ein Gegenmittel, mit dem die Wirkung bestimmter Narkose- oder Beruhigungsmedikamente bei Bedarf abgeschwächt oder aufgehoben werden kann.
Ein internationales Einstufungssystem, mit dem Anästhesisten den allgemeinen Gesundheitszustand vor einer Narkose bewerten. Es hilft, das individuelle Narkoserisiko einzuschätzen.
Das versehentliche Eindringen von Mageninhalt oder Flüssigkeit in die Atemwege. Nüchternheit vor der Narkose und gesicherte Atemwege beugen dem vor.
Der überwachte Bereich, in dem Sie nach der Narkose betreut werden, bis Kreislauf, Atmung und Bewusstsein wieder stabil sind.
Der Fachbegriff für Knochenaufbau. Fehlendes Knochenvolumen wird mit körpereigenem Knochen oder Knochenersatzmaterial ergänzt, damit ein Implantat sicher verankert werden kann.
Die kontrollierte Beendigung der Narkose am Ende des Eingriffs. Die Medikamentenzufuhr wird gestoppt, und Sie wachen unter Aufsicht langsam auf.
Die Unterstützung oder Übernahme der Atmung während einer Vollnarkose über eine Larynxmaske oder einen Beatmungsschlauch, gesteuert durch das Narkosegerät.
Ein Erwachsener, der Sie nach einer ambulanten Narkose abholt und nach Hause begleitet. Für die Entlassung ist eine Begleitperson verpflichtend.
Teil des kontinuierlichen Monitorings während der Narkose. Der Blutdruck wird in kurzen Abständen automatisch gemessen und überwacht.
Eine individuell gefertigte Schablone, die bei der Implantation Position, Winkel und Tiefe der Bohrung exakt vorgibt. Sie ist die Grundlage der navigierten Implantologie.
Eine ausgeprägte, oft lähmende Angst vor der Zahnbehandlung. Mehr dazu auf der Seite für Angstpatienten.
Strahlungsarme Röntgentechnik mit sofort verfügbaren Bildern. Sie ist Standard der modernen zahnärztlichen Diagnostik.
Ein dreidimensionales Röntgenverfahren, das Kieferknochen, Nervenverläufe und Zahnstrukturen präzise darstellt und die Implantatplanung deutlich sicherer macht.
Die Phase, in der das Implantat fest mit dem Kieferknochen verwächst. Je nach Ausgangssituation dauert sie meist einige Wochen bis Monate.
Der Ersatz eines einzelnen fehlenden Zahns durch ein Implantat mit Krone, ohne dass gesunde Nachbarzähne beschliffen werden müssen.
Die fortlaufende Aufzeichnung der Herzaktivität während der Narkose. So erkennt das Anästhesieteam Veränderungen des Herzrhythmus sofort.
Ein weicher Beatmungsschlauch, der bei der Intubationsnarkose in die Luftröhre eingeführt wird und die Atemwege sicher offen hält.
Der Zustand, in dem Sie nach einer ambulanten Narkose stabil genug sind, um in Begleitung nach Hause zu gehen. Das Anästhesieteam prüft dies anhand fester Kriterien.
Die Entfernung eines Implantats, etwa bei fortgeschrittener Periimplantitis. Sie ist selten und wird nur nach sorgfältiger Abwägung durchgeführt.
Die Entfernung eines Zahns. Mehrere Extraktionen können unter Vollnarkose in einer einzigen Sitzung zusammengefasst werden.
Nach einer Narkose oder Sedierung dürfen Sie für 24 Stunden kein Fahrzeug führen, keine Maschinen bedienen und keine wichtigen Entscheidungen treffen.
Ein kleiner Eingriff nach der Einheilphase, bei dem das eingeheilte Implantat wieder zugänglich gemacht und für den Zahnersatz vorbereitet wird.
Ausgeprägte Karies an Milchzähnen kleiner Kinder. Bei umfangreichem Behandlungsbedarf kann eine Sanierung in Vollnarkose sinnvoll sein, damit das Kind die Behandlung nicht als belastend erlebt.
Die navigierte, computergestützte Implantation: Auf Basis der 3D-Planung führt eine Bohrschablone das Implantat exakt an die geplante Position.
Eine künstliche Zahnwurzel aus Titan oder Keramik, die in den Kieferknochen eingesetzt wird und dort fest einheilt. Sie trägt später Krone, Brücke oder Prothese.
Der sichtbare Zahnersatz auf einem Implantat, in Form und Farbe individuell an Ihre natürlichen Zähne angepasst.
Ein Dokument mit allen Angaben zu Ihren Implantaten wie Hersteller, Größe und Position. Es ist wichtig für künftige Behandlungen und die Nachsorge.
Die digitale Vorbereitung der Implantation auf Basis von 3D-Aufnahmen. Position, Länge und Durchmesser des Implantats werden vorab exakt festgelegt.
Die Zufuhr von Flüssigkeit und Medikamenten über den Venenzugang. Während der Narkose stellt sie die kontinuierliche Versorgung sicher.
Eine Narkoseform, bei der das Narkosemittel über die Atemluft zugeführt wird, bei Kindern oft als sanfte Einleitung über eine Maske.
Das Einführen eines Beatmungsschlauchs in die Luftröhre während der Vollnarkose. Sie sichert die Atemwege; Sie selbst bekommen davon nichts mit.
Eine Vollnarkose mit gesicherten Atemwegen über einen Beatmungsschlauch. Bei zahnärztlichen Eingriffen wird sie häufig gewählt, weil im Mund gearbeitet wird.
Die Messung des Kohlendioxidgehalts in der Ausatemluft. Sie zeigt dem Anästhesieteam fortlaufend, dass die Beatmung korrekt funktioniert.
Die bakterielle Zerstörung der Zahnhartsubstanz und die häufigste Zahnerkrankung. Früh behandelt bleibt der Schaden klein.
Ein metallfreies Implantat aus Zirkonoxid, eine Alternative für Patienten, die auf Titan verzichten möchten. Die Eignung wird individuell geprüft.
Die auf Kinder spezialisierte Narkoseführung mit angepassten Medikamenten, Dosierungen und einer altersgerechten, einfühlsamen Begleitung.
Maßnahmen, mit denen fehlendes Kieferknochenvolumen wiederhergestellt wird (siehe Augmentation), damit Implantate stabil verankert werden können.
Die Festigkeit des Kieferknochens. Sie beeinflusst die Stabilität eines Implantats und wird vor der Behandlung per DVT beurteilt.
Biokompatibles Material, das beim Knochenaufbau eingesetzt wird und dem Körper als Gerüst für neuen, eigenen Knochen dient.
Bei medizinischer Indikation, etwa bei kleinen Kindern, diagnostizierter Zahnbehandlungsphobie oder bestimmten Erkrankungen, kann die Krankenkasse die Narkosekosten übernehmen. Es gilt immer die Einzelfallprüfung. Alle Informationen zu den Kosten einer Vollnarkose haben wir für Sie zusammengefasst.
Eine leichte Beruhigung über ein Gasgemisch, das über eine Nasenmaske eingeatmet wird. Die Wirkung lässt nach Ende der Zufuhr rasch wieder nach.
Eine weiche Maske, die im Rachen vor dem Kehlkopf platziert wird und die Beatmung ermöglicht. Sie ist schonender als ein Beatmungsschlauch, aber nicht für jeden Eingriff geeignet.
Eine örtliche Betäubung, bei der ein ganzer Nervenast ausgeschaltet wird, etwa für eine Unterkieferhälfte. Sie wird häufig ergänzend zur Vollnarkose eingesetzt.
Die örtliche Betäubung eines einzelnen Bereichs. Sie schaltet den Schmerz gezielt aus, während der Patient wach bleibt.
Der sanfte Beginn einer Kindernarkose: Das Kind atmet das Narkosemittel über eine Maske ein und schläft ein, bevor der Venenzugang gelegt wird.
Eine dünne Schutzschicht, die beim Knochenaufbau über das Aufbaumaterial gelegt wird, damit der Knochen ungestört regenerieren kann.
Ein Beruhigungsmittel aus der Gruppe der Benzodiazepine. Es wird unter anderem zur Prämedikation eingesetzt; über die Anwendung entscheidet das Anästhesieteam individuell.
Die Behandlung mehrerer kariöser Milchzähne in einer Sitzung. Unter Vollnarkose kann sie vollständig und ohne belastende Erinnerung für das Kind durchgeführt werden.
Die lückenlose Überwachung Ihrer Vitalfunktionen während der Narkose: Herzrhythmus, Blutdruck, Sauerstoffsättigung und Atmung werden kontinuierlich kontrolliert.
Eine Entzündung des Zahnfleischs rund um ein Implantat und die Vorstufe der Periimplantitis. Früh erkannt ist sie gut behandelbar.
Ein Medikament, das die Muskulatur vorübergehend entspannt. Es wird nur bei bestimmten Narkoseformen benötigt und exakt dosiert.
Das verpflichtende Gespräch mit dem Anästhesisten vor der Narkose. Hier werden Vorerkrankungen, Medikamente, Ablauf und Risiken individuell besprochen.
Das zentrale Gerät der Anästhesie: Es dosiert Narkosemittel, übernimmt die Beatmung und überwacht alle Atemwerte in Echtzeit.
Wie bei jeder medizinischen Maßnahme bestehen auch bei einer Narkose Risiken. Moderne Überwachung und ein erfahrenes Anästhesieteam minimieren sie; eine individuelle Einschätzung erfolgt im Aufklärungsgespräch.
Das Maß dafür, wie tief das Bewusstsein während der Narkose ausgeschaltet ist. Sie wird fortlaufend überwacht und exakt gesteuert.
Der Verzicht auf Essen und Trinken über einen festgelegten Zeitraum vor der Narkose. Die genauen Vorgaben bespricht das Anästhesieteam im Aufklärungsgespräch.
Stark wirksame Schmerzmittel, die während einer Narkose gezielt und kurz wirksam eingesetzt werden, damit Sie während des Eingriffs keinen Schmerz empfinden.
Die Einnahme eines Beruhigungsmittels als Tablette oder Saft vor der Behandlung. Sie eignet sich für leichtere Eingriffe; die Eignung wird individuell geprüft.
Das feste Verwachsen des Implantats mit dem Kieferknochen. Sie ist die biologische Grundlage für den langfristigen Halt eines Implantats.
Eine Übersichtsaufnahme beider Kiefer auf einem Bild. Sie zeigt Zähne, Knochen und Kiefergelenke und dient der Erstdiagnostik.
Eine Entzündung des Zahnhalteapparats, die unbehandelt zu Knochenabbau und Zahnverlust führen kann. Vor einer Implantation muss sie behandelt sein.
Eine Entzündung des Knochens um ein Implantat, die unbehandelt zum Implantatverlust führen kann. Regelmäßige Nachsorge und gute Mundhygiene beugen vor.
Die englische Abkürzung für Übelkeit und Erbrechen nach einer Narkose. Mit modernen Medikamenten und vorbeugenden Maßnahmen tritt PONV heute deutlich seltener auf.
Ein beruhigendes Medikament, das Sie auf Wunsch oder nach ärztlicher Einschätzung vor der Narkose erhalten, um Anspannung zu nehmen.
Der feste Sitz des Implantats unmittelbar nach dem Einsetzen. Eine gute Primärstabilität ist Voraussetzung für die erfolgreiche Einheilung.
Vorbeugende Maßnahmen wie die professionelle Zahnreinigung. Sie schützt Zähne, Zahnfleisch und Implantate langfristig.
Ein häufig verwendetes, kurz wirksames Narkosemittel, das über die Vene gegeben wird. Es ermöglicht ein schnelles Einschlafen und meist rasches, klares Erwachen.
Ein vorübergehender Zahnersatz, der die Zeit bis zur endgültigen Versorgung ästhetisch und funktionell überbrückt.
Die schmerzfreie Messung der Sauerstoffsättigung im Blut über einen Fingerclip, ein zentraler Bestandteil des Monitorings.
Eine weiche Einlage im Rachen, die während der zahnärztlichen Behandlung unter Narkose verhindert, dass Flüssigkeit oder Fremdkörper in den Rachen gelangen.
Das strukturierte Nachsorgeprogramm mit regelmäßigen Kontroll- und Reinigungsterminen, entscheidend für den langfristigen Erfolg von Implantaten.
Der Anteil des mit Sauerstoff beladenen Blutfarbstoffs. Sie wird während der gesamten Narkose kontinuierlich gemessen.
Ein Beruhigungsmittel, das Angst und Anspannung reduziert. Je nach Dosierung reicht die Wirkung von leichter Entspannung bis zum Dämmerschlaf.
Eine Beruhigung über Medikamente, bei der der Patient – anders als bei der Vollnarkose – meist ansprechbar bleibt. Sie ist eine mögliche Alternative bei leichterer Angst.
Ein Narkosegas für die Inhalationsnarkose. Es wird häufig bei Kindern zur sanften Einleitung über die Maske verwendet; Anwendung und Eignung entscheidet das Anästhesieteam individuell.
Ein Knochenaufbau im Oberkiefer-Seitenzahnbereich, bei dem der Boden der Kieferhöhle angehoben wird, um genügend Knochenhöhe für Implantate zu schaffen.
Das Auffüllen des Zahnfachs direkt nach einer Zahnentfernung, um den Knochen für eine spätere Implantation zu erhalten.
Die Versorgung eines Implantats mit Zahnersatz direkt oder kurz nach dem Einsetzen, nur bei ausreichender Primärstabilität möglich.
Das Einsetzen eines Implantats unmittelbar nach der Zahnentfernung in derselben Sitzung. Ob das möglich ist, hängt vom individuellen Befund ab.
Eine Verbindung mehrerer Implantate über einen Metallsteg, auf dem eine herausnehmbare Prothese sicher verankert wird.
Der Oberbegriff für den Zahnersatz, der auf Implantaten befestigt wird, von der Einzelkrone bis zur Vollprothese.
Das bewährteste Implantatmaterial: sehr gut körperverträglich, stabil und seit Jahrzehnten wissenschaftlich dokumentiert.
Die Abkürzung für total intravenöse Anästhesie, eine Vollnarkose, bei der alle Medikamente über die Vene gegeben werden, ganz ohne Narkosegase.
Die Zeit nach dem Eingriff, in der Sie im Aufwachbereich betreut werden, bis alle Kriterien für die sichere Entlassung erfüllt sind.
Eine dünne, flexible Kunststoffkanüle in einer Vene, meist am Arm oder Handrücken. Über sie werden Narkosemittel und Infusionen verabreicht.
Die wichtigsten Messwerte der Körperfunktionen: Herzfrequenz, Blutdruck, Sauerstoffsättigung und Atmung. Sie werden während der Narkose lückenlos überwacht.
Ein Zustand kontrollierter Bewusstlosigkeit, in dem der Patient keinen Schmerz empfindet und den Eingriff nicht bewusst miterlebt. Sie wird von einem Anästhesieteam eingeleitet und überwacht.
Die operative Entfernung der hintersten Backenzähne. Müssen mehrere Weisheitszähne entfernt werden, ist die Vollnarkose eine häufig gewählte Option.
Ein ausgeprägter Würgereflex kann zahnärztliche Behandlungen stark erschweren. Sedierung oder Vollnarkose ermöglichen die Behandlung auch in diesen Fällen.
Die Behandlung des entzündeten Zahninneren, um einen Zahn zu erhalten. Bei ängstlichen Patienten ist sie auch in Sedierung oder Narkose möglich.
Ein kleiner chirurgischer Eingriff, bei dem die entzündete Wurzelspitze eines Zahns entfernt wird, um ihn zu erhalten.
Die weit verbreitete Angst vor zahnärztlicher Behandlung. Sie ist kein Grund zur Scham: Sedierung und Vollnarkose bieten Angstpatienten einen planbaren, respektvollen Behandlungsweg.
Der Oberbegriff für Kronen, Brücken und Prothesen. Auf Implantaten kann Zahnersatz festsitzend oder herausnehmbar gestaltet werden.
Die vollständige Behandlung aller behandlungsbedürftigen Zähne in einer einzigen Sitzung, besonders geeignet bei umfangreichem Befund, starker Angst oder ausgeprägtem Würgereiz.
Eine zahnfarbene Hochleistungskeramik, die für metallfreie Implantate und ästhetischen Zahnersatz verwendet wird.
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